Post Holiday Depression

Post Holiday Depression - sanft ins innere Gleichgewicht zurückfinden

 Post Holiday Depression – auch bekannt als Winterblues, Entlastungsdepression oder saisonale Verstimmung. Nach den Feiertagen fühlt sich der Alltag für viele Menschen überraschend schwer an. Die Lichterketten sind verschwunden, Termine und Verpflichtungen kehren zurück, draußen ist es dunkel, kalt und still. Statt frischer Energie stellt sich bei vielen ein Gefühl von Leere, Erschöpfung oder Traurigkeit ein. Dieses Phänomen ist weit verbreitet und hat einen Namen: Post Holiday Depression. Dieses Stimmungstief ist kein persönliches Versagen, sondern eine nachvollziehbare Reaktion von Körper und Psyche auf einen intensiven Ausnahmezustand. Was das genau ist und mit welchen Mitteln du hier unterstützen kannst, findest du in diesem Beitrag.

Was ist die Post Holiday Depression?

Die Zeit rund um Weihnachten und den Jahreswechsel ist emotional hoch aufgeladen. Wochenlang drehen sich viele Gedanken um Vorbereitungen, Erwartungen, Treffen, Geschenke, Rituale und soziale Nähe. Selbst wenn diese Zeit als schön erlebt wird, kostet sie Energie.

Nach den Feiertagen fällt all das plötzlich weg. Das Nervensystem, das zuvor auf „Hochbetrieb“ lief, steht vor einem emotionalen Vakuum. Die Folge können sein: innere Leere, Niedergeschlagenheit, Reizbarkeit und Dünnhäutigkeit, Erschöpfung, Antriebslosigkeit, das Gefühl „nicht richtig im neuen Jahr anzukommen“.

Hinzu kommt der Winter selbst: wenig Tageslicht, kalte Temperaturen, weniger Bewegung und soziale Rückzüge. All das beeinflusst unsere Neurotransmitter – insbesondere Serotonin und Melatonin – und damit unsere Stimmung.

Warum diese Phase auch eine Chance sein kann

So unangenehm die Post Holiday Depression ist: Sie trägt eine wichtige Botschaft in sich. Körper und Psyche brauchen Zeit zur Integration. Wer diese Gefühle sofort mit neuen Vorsätzen, Leistungsdruck oder Aktivismus überdeckt, übersieht oft ein wertvolles Signal.

Der Winter war über Jahrtausende eine Zeit der Ruhe. Rückzug, Nachdenklichkeit und geringerer Antrieb sind natürliche, menschliche Reaktionen auf Dunkelheit und Kälte. Statt gegen diese Phase anzukämpfen, kann es heilsam sein, sie bewusst anzunehmen.

Ätherische Öle als sanfte Begleiter durch die Post Holiday Depression

Ätherische Öle können diese sensible Übergangszeit auf besondere Weise unterstützen. Sie wirken direkt auf den Teil unseres Gehirns, der für Emotionen, Erinnerungen und Stressregulation zuständig ist. Dabei ersetzen sie keine Therapie, können aber sanft stabilisieren, trösten und ausgleichen.

Zitrusöle – Licht für die Seele

Zitrusdüfte bringen buchstäblich Sonne in dunkle Tage. Sie wirken stimmungsaufhellend, aktivierend und nervenstärkend. 

  • Bergamotte – sie wird auch als Taschenlampe der Aromatherapie bezeichnet, da sie wieder Licht ins Dunkel bringt, sie hebt die Stimmung und wirkt ausgleichend bei innerer Leere.
  • Zitrone – der frische Duft klärt den Geist und fördert die Konzentration, wirkt auch stark stimmungsaufhellend und anregend bei Motivationsschwäche und Antriebslosigkeit.
  • Orange – sie duftet etwas wärmer, einhüllender und glücklich machend. Sie schenkt Wärme, Optimismus und Leichtigkeit.

Blütenöle – Trost und emotionale Balance

Blütenöle wirken tief auf die Gefühlswelt und eignen sich besonders bei Traurigkeit, Rückzug und innerer Erschöpfung.

  • Neroli – ist ein starker Begleiter bei Dunkelheit, stabilisiert bei emotionaler Überforderung und auch Schwäche.
  • Ylang-Ylang – hilfreich bei Herzschwere und löst innere Anspannung.
  • Rosengeranie – dieser Duft ist ausgleichend bei allem was mit „zu“ beschrieben wird. In diesem Fall bei „zu dunkel“, „zu traurig“, „zu schwach“, „zu antriebslos“, und noch einigem mehr. Wirkt wunderbar harmonisierend und tröstend, sowie auch stärkend und anregend. Einfach das was man gerade braucht.
  • Lavendel fein – der umfangreichste und am besten erforschte Duft von allen. Dieser wirkt adaptogen, d.h. Lavendelduft gibt dir genau das was du brauchst. Bist du zu wach um zu schlafen kann er dich müde machen, bist du aber zu müde und antriebslos, dann stärkt er dich und regt dich an.

Erdende Öle – Halt und Sicherheit finden

Wenn Leere und Orientierungslosigkeit überwiegen, helfen Öle mit erdender, stabilisierender Qualität.

  • Atlaszeder – schenkt Standfestigkeit wie ein Baum, verwurzelt stark und hilft durch so manche Stürme des Lebens zu kommen.
  • Vetiver – wirkt tief beruhigend, entspannend und auch schlaffördernd. Schlaf sollte generell nicht unterschätzt werden.
  • Sandelholz – zentriert, gleicht stark aus und beruhigt den Geist. Sandelholz ist generell ein sehr wichtiges Öl in der Psycho-Aromatherapie.

Bitte beachte, dies ist nun nur eine kleine Auswahl an passenden ätherischen Ölen. Du kannst auch noch Ho-Blätter, Rosenholz, Benzoe, Rose, Fichtennadel, … anwenden. Nimm aber nur ätherische Öle die du auch gut riechen kannst, immer der Nase nach! Alleine dein Lieblingsduft kann schon sehr viel bewirken.

Anwendungsmöglichkeiten:

Hier stehen dir viele Möglichkeiten der Anwendung offen. Am einfachsten ist sicher die Inhalation über einen Riechstift bzw. Inhalierstift, oder auch ein Roll-On. Aber du kannst dir auch ein Körperöl mischen oder einen Bodyspray, aber auch ein stärkendes, anregendes Fußbad oder ein entspannendes Aromabad helfen gut. In meinen Basisbuch hier >>klick<< findest du ganz viele Anwendungsmöglichkeiten.

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Was kannst du noch tun?

Gefühle zulassen statt wegdrücken

Traurigkeit, Leere oder Müdigkeit sind keine Feinde. Wer ihnen Raum gibt, nimmt ihnen oft die Schärfe. Schon das Benennen – „Ich fühle mich gerade leer“ – kann entlasten.

Schreiben zur emotionalen Entlastung

10–15 Minuten freies Schreiben pro Tag helfen, Gedanken zu ordnen. Ohne Ziel, ohne Bewertung. Papier wird zum sicheren Raum.

Sanfte Bewegung statt Leistungsdruck

Spaziergänge im Tageslicht, Dehnen, langsames Yoga – Bewegung darf jetzt nährend sein, nicht fordernd.

Wärme bewusst einsetzen

Wärmende Speisen, Fußbäder, Einreibungen mit ätherischen Ölen oder Wärmflaschen beruhigen das Nervensystem und vermitteln Geborgenheit.

Rituale statt Vorsätze

Kleine tägliche Rituale wirken stabilisierender als große Neujahrsvorsätze. Ein Abendduft, ein Tee am Morgen, ein kurzer Moment der Stille.

Die Zeit nach den Feiertagen ist kein „Fehler im System“, sondern ein natürlicher Übergang. Mit Achtsamkeit, Selbstmitgefühl und der sanften Kraft ätherischer Öle kann diese Phase zu einer Zeit der inneren Klärung werden. Nicht schneller, höher, weiter – sondern langsamer, ehrlicher, näher bei dir selbst.
Rosina
Rosina J.
Autorin, Dipl. Aromapraktikerin

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