Epstein barr Virus

Epstein Barr Virus – was es ist, warum viele es haben und wie du dich sanft begleiten kannst

Der Name Epstein Barr Virus löst bei vielen Menschen erst einmal Unsicherheit oder sogar Angst aus. Oft tauchen Fragen auf wie: „Ist das gefährlich?“, „Habe ich das vielleicht auch?“ oder „Was bedeutet das für meine Gesundheit?“
Die gute Nachricht vorweg: Das Epstein-Barr-Virus ist sehr weit verbreitet, in den allermeisten Fällen gut kontrollierbar – und häufig lange Zeit völlig unauffällig. Hier in diesem Beitrag erkläre ich es dir genauer und zeige auch wie du deine Gesundheit hier unterstützen kannst.

Was ist das Epstein Barr Virus überhaupt?

Das Epstein Barr Virus, kurz EBV, gehört zur Familie der Herpesviren. Zu dieser Virusfamilie zählen auch bekannte Vertreter wie das Lippenherpesvirus. Eine typische Eigenschaft dieser Viren ist, dass sie nach einer Ansteckung im Körper verbleiben, jedoch meist in einem ruhenden Zustand.

Schätzungen zufolge tragen über 90 % der Erwachsenen das Epstein Barr Virus in sich. Viele wissen davon nichts – einfach deshalb, weil sie nie krank davon waren oder die Infektion sehr mild verlaufen ist.

Epstein Barr Virus

Wie steckt man sich an – und warum merken es viele nicht?

Das Epstein Barr Virus wird hauptsächlich über Speichel übertragen, zum Beispiel beim Küssen oder durch gemeinsam benutztes Besteck. Besonders im Kindesalter erfolgt die Ansteckung häufig unbemerkt. Das Immunsystem reagiert, bildet Antikörper – und das Virus zieht sich danach in eine Ruhephase zurück.

Auch bei Erwachsenen verläuft eine Infektion nicht immer auffällig. Nicht jede Ansteckung führt zum bekannten Pfeifferschen Drüsenfieber. Viele Menschen hatten EBV, ohne es jemals bewusst wahrgenommen zu haben.

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Was passiert nach der Ansteckung im Körper?

Nach der Erstinfektion wird das Epstein Barr Virus vom Immunsystem kontrolliert. Es verbleibt in bestimmten Immunzellen, ohne Schaden anzurichten. Solange das Immunsystem gut reguliert ist, bleibt EBV still und inaktiv.

Probleme können erst dann entstehen, wenn der Körper über längere Zeit stark belastet ist, zum Beispiel durch anhaltenden Stress, Schlafmangel, hormonelle Umstellungen wie z.B. in den Wechseljahren, andere Infekte oder starke körperlich oder emotionale Erschöpfung. In solchen Phasen kann es zu einer Reaktivierung kommen. Das bedeutet nicht, dass man „neu angesteckt“ ist – sondern dass das bereits vorhandene Virus wieder mehr Aufmerksamkeit vom Immunsystem fordert.

Mögliche Anzeichen einer Reaktivierung

Eine Reaktivierung zeigt sich oft nicht wie ein klassischer Infekt. Viele Betroffene berichten eher über unspezifische Beschwerden wie:

  • anhaltende Müdigkeit
  • Erschöpfung trotz Schlaf
  • Konzentrationsprobleme
  • erhöhte Infektanfälligkeit
  • diffuse Muskel- oder Gelenkschmerzen

Wichtig: Diese Symptome können viele Ursachen haben. Das Epstein Barr Virus ist dabei ein möglicher Faktor, nicht automatisch die alleinige Ursache.

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Kann man testen, ob man das Epstein Barr Virus hat?

Ja. Über eine Blutuntersuchung können Antikörper gegen das Epstein Barr Virus nachgewiesen werden. Dabei lässt sich erkennen:

  • ob man das Virus irgendwann im Leben hatte
  • ob die Infektion lange zurückliegt
  • oder ob das Immunsystem aktuell stärker reagiert

Ein positives Testergebnis bedeutet jedoch nicht, dass man krank ist oder krank wird. In den meisten Fällen zeigt es lediglich, dass der Körper bereits gelernt hat, mit dem Virus umzugehen.

Wie kann man sich gegen das Epstein Barr Virus schützen?

Ein direkter Schutz gegen das Epstein-Barr-Virus ist schwierig, weil es so weit verbreitet ist. Man kann jedoch das Ansteckungsrisiko reduzieren und den Körper stärken:

  • Speichelkontakt vermeiden mit Infizierten – z.B. kein Küssen oder Besteck teilen mit frisch Infizierten.
  • Hände regelmäßig waschen und gute Hygiene im Alltag praktizieren.
  • Immunsystem stärken durch ausreichend Schlaf, ausgewogene Ernährung, Bewegung und Stressreduktion.
  • Stress und Erschöpfung vermeiden, da ein geschwächtes Immunsystem die Reaktivierung des Epstein Barr Virus begünstigen kann.
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Forschende arbeiten seit Jahren an Impfstoffen, weil das Epstein Barr Virus bei manchen Menschen zu Erkrankungen wie Pfeifferschem Drüsenfieber oder – sehr selten – zu bestimmten Krebsarten beitragen kann. Auch wurde mittlerweile in Forschungen herausgefunden dass es mitbeteiligt ist bei der Entstehung von Multipler Sklerose und anderen Autoimmunerkrankungen. Bisher konnte jedoch kein Impfstoff entwickelt werden, der sicher und wirksam ist, weshalb der Schutz aktuell nur über Hygiene, Kontaktvermeidung bei akuter Infektion und ein starkes Immunsystem möglich ist.

Aromatherapie beim Epstein Barr Virus – was ist möglich?

Eines gleich vorneweg – die Aromatherapie kann das Epstein Barr Virus nicht abtöten oder entfernen. Ihr Wert liegt in der begleitenden Unterstützung des Körpers, besonders dort, wo Belastung, Stress und Erschöpfung eine Rolle spielen. Gerade weil das Epstein Barr Virus eng mit dem Immunsystem und dem Nervensystem verknüpft ist, kann Aromatherapie hier sanft regulierend wirken.

Unterstützung des Immunsystems

Ein starkes, gut reguliertes Immunsystem ist der wichtigste Faktor, um das Epstein Barr Virus in seiner Ruhephase zu halten. Ätherische Öle wie Ravintsara, Niaouli oder Thymian ct. linalool werden eingesetzt, um die körpereigene Abwehr zu stärken. Sie wirken nicht aggressiv, sondern unterstützend und ausgleichend. Besonders bewährt haben sich Inhalationen oder sanfte Einreibungen im Brust- und Rückenbereich.

Entlastung von Stress und Nervensystem

Stress ist einer der wichtigsten Auslöser für eine Epstein Barr-Reaktivierung. Deshalb ist die Beruhigung des Nervensystems ein zentraler Bestandteil jeder Begleitung. Ätherische Öle wie Lavendel fein, Bergamotte oder Weihrauch können helfen, innere Anspannung zu lösen, den Schlaf zu verbessern und dem Körper wieder mehr Platz zum regenerieren zu geben. Gerade abendliche Rituale sind hier besonders wirkungsvoll.

Unterstützung von Leber und Lymphe

Die Leber spielt eine zentrale Rolle bei der Immunregulation. Auch das Lymphsystem ist wichtig, um Stoffwechselprodukte und Belastungen abzutransportieren. Zitrusöle, allen voran Zitrone, werden gerne eingesetzt, um diese Prozesse sanft zu begleiten – sowohl auf körperlicher als auch auf emotionaler Ebene. Welche Öle hier noch passen findest du in diesem Beitrag >>klick<<

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Prävention, was du selbst tun kannst

Da das Epstein Barr Virus bei den meisten Menschen bereits vorhanden ist, geht es nicht darum, es zu vermeiden, sondern den Körper stabil und ausgeglichen zu halten. Regelmäßige Erholung, guter Schlaf, Stressreduktion und eine liebevolle Selbstfürsorge sind dabei entscheidend. Ätherische Öle aber auch Hydrolate können hier präventiv wirken indem sie die Entspannung fördern, das Immunsystem begleitet und die emotionalen Belastungen ausgleicht. Im folgenden findest du einige mögliche Mischungen und Anwendungsmöglichkeiten wie du hier unterstützen kannst.

Abend-Ruhe – für Entspannung und Regeneration:

Wirkung: beruhigt das Nervensystem, erleichtert das Einschlafen und unterstützt die Erholung des Immunsystems.
Anwendungsmöglichkeiten: Riechstift, Roll-On (10 ml Basis), Diffusor im Schlafzimmer – zum Schlafen gehen ausmachen.

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Morgen-Energie für Immunsystem und Vitalität:

Wirkung: belebt den Körper und auch den Geist, sanfte Unterstützung für die Abwehrkräfte, erfrischender Tag in den Tag.
Anwendungsmöglichkeiten: Riechstift, Roll-On (10 ml Basis), Diffusor.

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Tages-Balance gegen Stress und Anspannung:

Wirkung: stärkt die emotionale Balance, reduziert Stress und fördert die Gelassenheit.
Anwendungsmöglichkeiten: Riechstift, Roll-On (10 ml Basis), Diffusor.

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Sanfte Unterstützung für Immunsystem und Atemwege:

Wirkung: unterstützt das Immunsystem und die Abwehrkräfte, klärt die Atemwege.
Anwendungsmöglichkeiten: Riechstift, Roll-On (10 ml Basis), Diffusor.

Immunsystem Mischung EBV0

Auch Sandra Ananda hat auf ihrem Blog einen sehr interessanten Beitrag zum Epstein Barr Virus geschrieben. Diesen kannst du hier finden >>klick<<.

Viren sind immer unter uns. Besonders Herpes Viren tragen wir ständig in uns, ob sie ausbrechen oder nicht hängt von unserem Wohlbefinden und auch Immunsystem ab. Mit passenden ätherischen Ölen kannst du hier gut unterstützen, aber Wundermittel sind sie keine. Um so wichtiger - es zeigt sich wieder einmal, dass wir mehr auf uns selbst achten müssen. Nimm dir auch genug Zeit für dich und entspanne. Es muss nicht immer alles sofort passieren 🙂
Rosina
Rosina J.
Autorin, Dipl. Aromapraktikerin